Maria, Helferin und Mutter: Sternwallfahrt zur Maria Hilf-Kapelle

Viele Pilger hatten sich am Sonntag auf den Weg gemacht zur alljährlichen Sternwallfahrt der Pfarrei Westen. Ziel war die Muttergottes in der Grotte der Maria Hilf Kapelle auf der Anhöhe gelegen zwischen Westen und Oberellenbach. Unterwegs wurde der glorreiche Rosenkranz gebetet und um eine gute Ernte mit der Bitte: „Der uns die Früchte der Erde geben und erhalten wolle“. Auf dem geräumigen Vorplatz unter den alten  Buchen hatte sich bereits eine große Schar Marienverehrer eingefunden, als auch die Fußwallfahrer  eintrafen Von Pater Michael Raj wurden die Teilnehmer aus der Pfarrei Westen und Umgebung und die Langenhettenbacher und Neufahrner, die den weiten Weg auf sich genommen hatten, willkommen geheißen. Die Andacht gestaltete auch Pater Justin mit, der zur Zeit in der Pfarrei Mallersdorf Urlaub macht und sich gerne bitten ließ, die Ansprache zu halten. Man sei hierher gekommen, um Maria zu verehren und sie zu bitten, uns Helferin zu sein, sagte er. Maria sei erstmals Helferin gewesen unter dem Kreuz, als ihr Sohn ihr Johannes anvertraut habe. Jesus habe damit auch alle Menschen seiner Mutter anvertraut. Wir müssten somit nicht hilflos dastehen, folgerte Pater Justin und versicherte, mit Maria könne man auf eine mächtige Helferin und Mutter vertrauen.

Die Andacht war dem Thema „Maria Hilf“ gewidmet, die Fürbitten sprach Pfarrgemeinderatssprecher Rupert Grasmüller. Gemeinsam wurden die altbekannten Mariengebete verrichtet und gerne eingestimmt in die Marienlieder, bei denen man nach längerer Coronapause nun wieder kräftig mitsingen konnte. Die Marienverehrer wurden erfreut vom neuen Männerchor der Pfarreiengemeinschaft Mallersdorf/Westen, begleitet von Florian Fuchs am E-Piano und unter Leitung von Andreas Hütter. Für die schöne musikalische Gestaltung bedankte sich abschließend Pater Michael. Ein herzliches Vergelt’s Gott richtete der Pater auch an alle, die  bei den Vorbereitungen mitgeholfen hatten und beim Herrichten der Kapelle. Alles war bestens organisiert, die Kapelle zeigte sich blitzsauber, die Muttergottes war umgeben von reichlichem Blumenschmuck und viele Kerzen erleuchteten die Grotte. Damit die vielen Besucher sich jedes Jahr an diesem gepflegten Anblick der Kapelle mitten im Wald erfreuen können, dafür galt es einmal mehr der Familie Selmer von der Klause zu danken und dem Mesner Heribert Brunner. Nach dem priesterlichen Segen gab es noch freundliche Gespräche unter den Pilgern, die sich dann in die verschiedenen Richtungen betend wieder auf den Heimweg machten.

Text und Fotos: Annemarie Kammermaier