Großer Zuspruch bei Bezirkswallfahrt

Beim Franziskusbrunnen im Hof des Klosters Mallersdorf haben sich am Mittwochabend die Mitglieder der zum Frauenbundbezirk Mallersdorf gehörenden Zweigvereine aus Niederbayern und der Oberpfalz getroffen: Es war wieder Bezirkswallfahrt.

Geistlicher Bezirksbeirat Dekan Stefan Anzinger zeigte sich erfreut darüber, dass trotz des unsicheren Wetters so viele per Rad, Auto oder zu Fuß kamen, um ihre Verbundenheit kundzutun. Erfrischend nach den heißen Tagen war der Weg zur in Stein gemeißelten Gottesmutter im Klostergarten, wobei Gebet und Gesang die Pilgernden begleiteten.


Ein Gottesdienst in der Pfarrkirche Sankt Johannes schloss sich an. Zelebrant war Dekan Stefan Anzinger. Er stellte seine Predigt unter das Motto "Menschenfischer". Er ermunterte, mit einzustimmen in den Gesang der Engel und sich darüber zu freuen, dass Gott Menschen in seinen Dienst beruft. Er erinnerte an den heiligen Franziskus und an Maria, denen alle auf dem Wallfahrtsweg das Wort anvertraut haben mit der Bitte um zukunftsweisende neue Perspektiven.

Um die warmen Strahlen der Sonne, die Freude und Zuversicht in die Herzen bringe möge zum Weiterschenken, bat der Priester und dass die Menschen sein mögen wie der Schnee, der bewahrt und zudeckt, was seinen Schutz braucht und freigibt, wenn es Zeit dafür ist. "Mögest du sein wie der Regen, dessen Fülle erst Wachstum ermöglicht und der lebendig erhält, und wie der zornige Hagel, dass du dich mutig und unbequem gegen Ungerechtigkeiten einsetzt", betete der Priester.


Er ermunterte dazu, die Stimme zu erheben gegen die alltäglichen Übergriffe und nicht aufzugeben, gegen Bedrohung und Verletzung zu kämpfen. Abgestorbenes möge fortgeweht und Platz für Neues gemacht werden, riet Anzinger und bat die Frauen, wie der Wind für Kühlung und Frieden in erhitzte Situationen zu bringen. Allen wünschte er, dass sie manchmal einen Regenbogen finden, wenn Schutz und Aufmunterung gebraucht werden, "Menschen, die bereit sind, gemeinsam alle Farben der Welt zu sehen".

Nach dem Segen in der Pfarrkirche, die immer wieder durch ihre Schönheit begeistert - und durch ihre Größe es ermöglichte, die vorgesehenen Pandemie-Vorschriften einzuhalten -, wies Bezirksvorsitzende Eva Biller noch darauf hin, dass Schwester Ehrentraud für die musikalische Begleitung der Lieder an der Orgel gesorgt hatte. Der Zweigverein Mallersdorf hatte sich um die Organisation gekümmert und die Leitung des Klosters Mallersdorf Aufnahme gewährt.

Biller wies darauf hin, dass der große Bezirkstag nach derzeitigem Stand der Pandemie stattfinden kann. Sollte es Veränderungen geben, werden diese noch mitgeteilt. Nach Bezirkswallfahrt und Gottesdienst trafen sich die Frauenbundfrauen noch zur Einkehr im Klosterbräustüberl. Dabei wurde betont, welche Bedeutung die vom Frauenbundbezirk ausgehenden gemeinsamen Unternehmungen haben.

Fotos und Text: Ernestine Bäumel